Ein ERP allein reicht nicht mehr – kein Problem!

//Ein ERP allein reicht nicht mehr – kein Problem!

Ein ERP allein reicht nicht mehr – kein Problem!

Statt eines umfassenden ERPs brauchen Sie ein „ERP plus“ – ein schlankes, standardmäßiges Kern-ERP plus innovative Apps. Damit dieses Netzwerk Ihnen jedoch echte Flexibilität bringt (statt Chaos), müssen Integrationsfähigkeit und Struktur höchste Priorität haben.

Träumen Sie von einem ERP, das alle Ihre Geschäftsprozesse perfekt abbildet? Heute und in alle Zukunft? Aus einer Hand, superstabil und hochflexibel?

All-in-One und rundum sorglos…?

Sie merken schon: Das klingt zu schön um wahr zu sein. Und das ist es auch.

Nun die gute Nachricht: Entgegen einer noch immer verbreiteten Meinung ist ein ERP heutzutage nicht desto besser, je umfangreicher es ist.

Vor allem deshalb nicht, weil ein allumfassendes ERP zu wenig Flexibilität bietet: Es kann mit dem Tempo der digitalen Innovation nicht mithalten. So wird es zum Bremsklotz fürs die Weiterentwicklung des Unternehmens.

Und den brauchen Sie bestimmt nicht. Was Sie dagegen brauchen, ist ein nicht zu umfangreiches ERP für Ihre Kernprozesse – und dazu eine mehr oder minder große Handvoll sehr gut integrierter Apps.

Ein „ERP plus“ sozusagen: ein durchstrukturiertes Business-Software-Netzwerk. Sorgfältig entlang Ihrer Prozesse und Ihrer Digitalisierungsstrategie geplant. Aber im Kern auf das Nötigste beschränkt – und zwar in der Standardversion.

Neue Welt – neue Anforderungen an die Business-Software

Keine Sorge: Auch künftig ist das ERP das Herzstück der Digitalisierung Ihres Unternehmens. Doch weil sich die Welt und die Wirtschaft schneller verändern denn je, verändern sich auch die Bedingungen, unter denen ERPs operieren.

Und damit müssen sich unsere Erwartungen an ERPs mitverändern.

Einst war ein ERP ein Instrument, das im Unternehmen betrieben wurde, nicht in der Cloud (die es noch nicht gab). Nach einer komplexen und teuren Einführung sollte es über einen langen Zeitraum – Jahrzehnte – möglichst unverändert seine Dienste leisten.

Doch diese Vorstellungen wurden von der Realität überholt.

Aufgrund der rasanten, ungeordneten Digitalisierung herrscht heute in vielen Unternehmen IT-Chaos rund um das ERP: hier eine Schnittstelle, dort eine Schnittstelle. Hier ein Pilotprojekt, da eins und dort noch eines…

Dementsprechend liegen die Daten in den verschiedensten Formaten vor und sind eingebunden in unterschiedlichste Systeme. Von Übersicht kann keine Rede sein, von Kompatibilität und Effizienz leider auch nicht.

Verständlich, dass da der Wunsch aufkommt, mit einem neuen, ultimativen ERP ein für alle Male Ordnung zu schaffen.

Keine Prognosen möglich – da hilft nur Flexibilität

Doch das kann nichts werden, da die technologische Entwicklung nicht still steht. Sondern sich im Gegenteil immer weiter beschleunigt. Sie wissen nicht, was Sie in einem Jahr brauchen werden, geschweige denn in fünf Jahren – und Sie sollten auch Prognosen mit Misstrauen betrachten.

In einer so offenen Situation hilft nur eines: maximale Flexibilität. Diese kann nicht dadurch kommen, dass ein ERP jedes Detail Ihrer Geschäftsprozesse erfasst.

Denn wie sollte ein solches System sich schnell und leicht an neue technische Lösungen in seiner Umgebung anpassen lassen, deren Eigenschaften heute noch nicht vorhersehbar sind?

Maximale Flexibilität kommt durch immer wieder neue und andere Applikationen in Ihr Netzwerk, durch Subsysteme für Spezialaufgaben.

Herausforderung: Integration immer neuer Apps

Die Herausforderung dabei ist, dass die Apps alle reibungslos mit dem ERP kommunizieren müssen. Sie müssen perfekt integriert sein. Sonst haben Sie weiterhin das Chaos aus Schnittstellen, Pilotprojekten und nicht-kompatiblen Daten.

Denn egal, wie umfassend Ihr ERP ist: Früher oder später werden Sie an- und ausbauen müssen. Sie werden Lösungen anderer Anbieter – spezialisierte Apps – andocken lassen müssen.

Wenn Sie ein umfassendes – also komplexes – ERP haben, ist das Risiko sehr hoch, dass die Apps mit dieser Komplexität nicht zurechtkommen. Beziehungsweise das ERP mit den Apps.

Klein und einfach ist einfach einfacher

Die Vorteile eines möglichst kleinen und einfachen ERPs liegen auf der Hand:

  • Sie können die Standard-Ausgabe Ihres Wunsch-ERPs nehmen (viel günstiger in der Einführung als eine individuelle Version – und viel, viel leichter auf dem neuesten Stand zu halten).
  • Sie können jederzeit Apps anbauen – und auch wieder stilllegen, wenn die Applikationen nicht mehr in die Business-Landschaft passen oder bessere Nachfolger auf dem Markt sind.
  • Sie können das Ganze in der Cloud machen, was Kosten spart und die kostbare Ressource der unternehmenseigenen IT-Fachkräfte schont (Update sind kein Problem mehr)

Prozessorientierte Architektur muss – Middleware kann

Der Unterschied zwischen IT-Chaos und einem geordneten, flexiblen Netzwerk aus Ker-ERP plus Spezialisten-Apps liegt in der Integrationskraft der Anwendungen.

Diese lässt sich erreichen durch sorgfältige Planung der Architektur entlang der Prozesse. Sowie gegebenenfalls durch eine Zwischenschicht (Middleware), die als Übersetzer fungiert.

Ob mit oder ohne Middleware: Mit einem prozessorientieren, strukturierten „ERP plus“ hat Ihre IT die besten Chancen, sich schnell und dynamisch auf geänderte Anforderungen einstellen zu können. Egal ob Konzern oder KMU.

 

2018-05-24T13:50:40+00:0024. Mai 2018|Standpunkt|0 Kommentare