Projekt

EINFÜHRUNG EINES ERP-SYSTEMS FÜR EVUM

Manchmal braucht man mehr als Elon Musk:
Wie wir die Serienfertigung eines innovativen Herstellers für E-Nutzfahrzeuge substanziell mitgedacht haben.

Einmal mehr zeigt sich, dass die Einführung eines ERP-Systems weit mehr als ein Softwareprojekt ist. Denn die ursprüngliche Idee der Technischen Universität München, nachhaltige Elektromobilität in die Serienproduktion zu überführen, muss in größeren Kreisen denken. Der Herzschlag eines Start-ups ist nur einer davon.

 

 

Unser
Kunde

EVUM Motors GmbH

Hersteller des aCar

Gedacht seit 2013

Zukunftsfeld E-Mobilität

60 Mitarbeiter*innen

Gegründet 2017

Viel Einfühlungsvermögen und Leidenschaft für ein Start-up, den Businessplan, Ökologie, Menschen und einen spannenden neuen Markt.

Prozessmodellierung

Prozesslandschaft

ERP-Auswahl

ERP-Einführung

Begleitung Live-Betrieb

Unsere
Leistungen

Das aCar ist vollkommen elektrisch betrieben.
Doch wie kommen bei Serienproduktion auch Antrieb und Grip in die Prozesse?

Höchstgeschw.: 70 km/h
Reichweite: bis zu 200 km
Antrieb: permanenter Allrad (vollelektrisch)

Leistung: Nennleistung 18kW Peakleistung 36kW
Zuladung: 1000 kg, Steckdose: 230 V (für externe Geräte)
Auf- und Anbauten: modulares Konzept

Wer Prozesslandschaften modelliert, muss manchmal bis zum Horizont schauen.

Bevor ein ERP-System eingeführt werden kann, sind die Prozesse des Unternehmens in der Sollausprägung zu definieren. Bei einem jungen Unternehmen, das an einer zentralen Schwelle der Unternehmensentwicklung steht, kann man das nicht per Checkliste abhaken. Man muss vielmehr einhaken: Als wir von Zendigma für die Einführung eines ERP-Systems angefragt wurden, stand EVUM am Übergang vom ausgereiften Prototypen hin zur Planung der Serienproduktion. Also hat Günter Mayer als erfahrener Berater eingehakt: mit Fragen nach dem Businessplan, nach Marktentwicklungen, nach den Menschen und ja, auch nach Träumen und Visionen. Denn „man muss den Kern, ein ERP-System einzuführen, als Ganzes denken“, wie es Günter Mayer formuliert, „Prozesse und Prozesslandschaften können nicht an einem laufenden Status quo ausgerichtet werden, sondern müssen auch zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten und Herausforderungen betrachten“. So war das Gesamtprojekt auch ein intensives Dialogprojekt, das Zendigma fokussiert moderiert hat. Mit der besonderen Herausforderung, dass EVUM aus den dynamischen Themen des Tagesgeschäfts eines Start-ups heraus die zukünftigen Prozesse mitdenken musste. „Erwachsenwerden in drei Monaten“ hat es Michael Kinne, der verantwortliche kaufmännische Leiter und Sparringpartner des ERP-Projekts, einmal genannt.


Fokus auf den Themenkreis des Geschäftsmodells:
Ein ERP-System muss wie der Markt denken können.

Der Markt elektrisch betriebener Fahrzeuge ist jung. Und wer erfolgreich eine Nische besetzen will, der muss nicht nur das Wissen und Können haben, eine neue Form von Mobilität zu denken - er muss die gesamte Infrastruktur beherrschen, die zu einer erfolgreichen Marktgenerierung gehört: von der Komponentenbeschaffung bis hin zu einem Netz für Vertrieb und Servicedienstleister. Mit einem Wort: Das Verständnis für die Komplexität und die Hebel im Geschäftsmodell sind die Schlüssel zu einem perfekten ERP-System. Prozesse und ERP-System müssen fähig sein, sich gegenseitig zu optimieren, und im Falle von unternehmerischen Erfolgen auch schnell und sicher skalierbar sein. In unserer Projektarbeit ist deshalb das ERP-System der technologische Kern. Aber er muss als Ganzes gedacht werden, um die bestmögliche Performance zu erreichen.


Einführung in Rekordzeit braucht
Erfahrung, Methodik und Vertrauen.

Die besondere  Herausforderung  des  Projekts  lag  im  engen  Zeitplan.  Eine  Situation,  die  sowohl ein strenges Projektmanagement wie auch geeignete Tools für die Projektführung und die Projektmodellierung erfordert. Neben der Projekterfahrung von Zendigma war die digitalisierte Darstellung der Prozesse durch bewährte Tools ein wichtiger Schlüssel für einen wahren Sprint. Nach der Konzeption und Definition der Prozesse erfolgte die ERP-Auswahl im Juni 2019. Bereits im August wurden die vertraglichen Punkte begleitet und fixiert und der Livegang erfolgte in Rekordzeit zum 1.10. – desselben Jahres, wohlgemerkt.

Wie das neue ERP-System für die Serienproduktion des aCar Gas gibt.

Das aCar kann auf einem spannenden Markt durchstarten. Angetrieben von einem völlig neuen Verständnis für Mobilität, bewegt sich das Produkt zumindest mit öffentlicher Sicht in einer Nische. Doch genau dort kann sich die Effizienz elektrisch betriebener Nutzfahrzeuge besonders deutlich entfalten. Denn nicht lange Wegelaufleistungen sind gefragt, sondern flexible, einfache Lösungen. Beispielsweise für städtische Dienstleistungen, als Helfer in der Landwirtschaft, im regionalen Gewerbe oder der Industrie. Wie sich EVUM hier mit dem aCar aufgestellt hat, hat zugleich ganz direkte Auswirkungen auf die Konzeption des ERP-Systems. Denn allein im Prozess eines Kundenkaufs bis zur Produktion gedacht, entstehen schon in der flexiblen Fahrzeugkonfiguration vielseitige Auswirkungen auf Bestellvorgänge, Vertriebsunterlagen, den Wareneinkauf und natürlich auf die Produktionsplanung. Die Modellierbarkeit des ERP-Systems im Zuge neuer Marktverhältnisse, Konfigurationsschwerpunkte und Skalierbarkeit spielte in der Auswahl eine zentrale Rolle.

Elektrische Antriebe legen auch im Lieferwagensegment zu. 2020 wurden dem Branchenverband ACEA zufolge in der EU 28597 rein batteriebetriebene leichte Nutzfahrzeuge zugelassen, 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Die größten Märkte für rein elektrische Transporter in der EU waren Deutschland mit 8830 Neuzulassungen und Frankreich mit 9209 Einheiten. Dominierende Antriebsart bleibt im Lieferwagensegment derzeit noch in beiden Märkten als auch insgesamt in Europa der Diesel. In der EU kam er 2019 auf einen Marktanteil von 93 Prozent.

Quellen: ACEA

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